HipHop © Nikita Buida - Fotolia.com
Die Hip-Hop-Subkultur löst nicht nur wegen provokativen Texten und freizügigen Videoclips zahlreiche Diskussionen über deren Legitmität aus, auch die Mode dieser Subkultur provoziert wo immer sie kann. Allerdings darf man den “Pimps” und “Bitches” nicht alles abnehmen – Hip-Hop-Style hat heutzutage nämlich ordentlich mit Ironie zu tun. Wer würde sich sonst etwa als “Pimp” bezeichnen, was im Englischen eigentlich Zuhälter bedeutet, in der Jugendkultur aber benutzt wird, um eine Person mit viel Geld, schöner Kleidung, exzentrischen Manieren und hohen ästhetischen Ansprüchen zu bezeichnen.
Der Pimp-Style richtet sich, wie der Name schon nahelegt, vor allem an Männer. Frauen tragen typischerweise sehr enge und knappe Bekleidung, um ihre Reize zu betonen und zur Schau zu stellen. Die Männer hingegen machen das genaue Gegenteil: Extrem weite Schnitte, üppiges und prunkvolles Auftreten, wuchtige Embleme und auffallende Details. Vor allem so genannte “Baggy Pants” sind Merkmal Nummer Eins der Hip-Hop-Subkultur, also sehr weit sitzende, tiefgetragene Hosen. Daneben sind auch zahlreiche Kleidungsstücke aus dem Sportbereich entlehnt. So Basketball-Trikots und Kapuzenpullover, die man auch als “Hoodies” kennt. Auch sehr weite Sportanzüge, so genannte “Tracksuits” und Kleidung mit großen Logos und Emblemen von Sport- und Streetwearherstellern wie Southpole, Wu Ware, Nike, Reebok oder Adidas und von Sportligen wie etwa der US-amerikanischen Basketballliga NBA sind in dieser Jugendkultur sehr angesagt. Aber auch Luxusmarken wie Lacoste oder Ralph Lauren gehören hier zum Ausstattungsstandard des Pimp-Styles.
Doch nicht nur Oberteil und Jeans, beziehungsweise Trainingshose, machen einen Pimp, dazu gehört noch viel mehr. Etwa ein Basecap oder eine Wollmütze, die richtige Frisur, etwa ein Boxerschnitt, und natürlich die perfekten Schuhe, zum Beispiel Sneakers, Basketballschuhe oder Lederboots von Timberland. Auch Accesssoires sind wichtig – hier zählt die Maxime: Je mehr “Bling-Bling”, umso besser! Angesagt sind also Ketten mit auffälligen Anhängern wie Dollarzeichen, Namensaufdrucken von einem selbst oder erfolgreichen Rapern oder Dog Tags.

