Einrichtungsstile sind so verschieden wie die Menschen selbst. Sie sind der Ausdruck der Persönlichkeit des Wohnungsbesitzers, sie spiegeln die Individualität seines Geschmackes wider. Daher gibt es unzählige Möglichkeiten, seine eigenen vier Wände einzurichten. Der eine schwört auf Feng Shui, der andere mag es lieber natürlich und verwendet viel Holz, der nächste greift zu verspielten Biedermeier-Stücken. In den letzten Jahren hat sich ein Einrichtungsstil immer mehr zum Wohntrend gemausert: der Retro-Stil ist heute so angesagt wie nie zuvor. Im Grunde ist er recht einfach umzusetzen: man benötigt Formen und Farben der 50er und 60er, kombiniert sie mit schlichten Formholzmöbeln und gibt grafisch-bedruckte Textilien hinzu.
Doch woher kommt der Trend?
Grund sind vor allem die Medien: die TV-Serie „Mad Men“ präsentiert dem Zuschauer eine heile 60er-Jahre Welt des amerikanischen Großbürgertums. Auch liefen in vergangener Zeit mehrere Streifen im Kino, die sich mit den Sixties befassen, unter anderem „A single man“ von Tom Ford.
Da kommt bei allen, die diese Zeiten nicht miterlebt haben, eine gewisse Sehnsucht auf. Deshalb richten sich viele mutige Wohnungseigentümer ihre vier Wände im Stil der 60er-Jahre ein. Der Trend war zunächst in den USA zu beobachten, kommt nun aber auch immer mehr nach Deutschland. Luxuriöse Einrichtungsstile weltweit werden vom Charme dieses Jahrzehnts geprägt.
Es kommt heutzutage jedoch nicht darauf an, den Retro-Chic 1:1 zu kopieren. Es geht eher darum, Klassiker mit modernen Elementen zu vereinen.
Vor allem organische Formen sind typisch für den Retro-Stil. Daher darf der Nierentisch oder die geschwungenen Ledersessel wieder herausgeholt werden.
Der Retro-Stil lebt davon, mit Farben und Formen zu experimentieren. Daher werden sowohl zarte Pastelltöne, als auch grelle Knallfarben verwendet. Oft kommen aber auch Naturfarben wie cremeweiß oder beige zum Einsatz. Diese werden dann als Grundton für ein Zimmer gewählt, welches durch Accessoires in Knallfarben aufgepeppt wird.








