sonnen, Foto: Grey59 / pixelio.de

Jeder freut sich über die Sonne im Frühjahr. Man geht raus in die Sonne und bräunt sich, oftmals ohne an den Sonnenschutz zu denken. Rötungen und Sonnenbrand sind die Folge. Aber wie gefährlich ist sie wirklich, die Frühlingssonne?

Derzeit ist die Ozonschicht besonders dünn und lässt gefährliche UV-B- und UV-A-Strahlung hindurch. Das steigert die Hautkrebsgefahr, die häufig unterschätzt wird. Fast 200 000 Bundesbürger erkranken jährlich an Hautkrebs, wobei die Zahl stetig steigt.

Sonnenstrahlen hinterlassen Schäden in der Haut. Kurzwellige UV-B-Strahlung dringt in die äußeren Hautschichten ein, wo sie die Erbsubstanz der Zellen verändern oder sogar zerbrechen kann. Die Arbeit der Zelle wird zerstört und im schlimmsten Fall kann sie zur Krebszelle werden. UV-A-Strahlung hingegen dringt tiefer in die Haut ein und beschädigt Zellen, die für die Hautelastizität verantwortlich sind.

Trotz dieses Wissens und der Warnung vieler Hautärzte, ändert sich das Verhalten der Menschen nicht. Ihr Sonnenbad wird weiterhin gepflegt. Viele verschiedene Gründe haben Forscher durch Fragebögen ausfindig gemacht. Ein Großteil legt trotz der Gefahren Wert auf das äußere Erscheinungsbild und nimmt daher die Gefahren in Kauf. Eine andere Gruppe wusste überhaupt nichts von Gefahren. Hinzu kommt, dass Forscher der Universität in Texas herausgefunden haben, dass Sonnenbaden eine Sucht darstellen kann.

Ein anderer Aspekt ist, dass viele Menschen nicht den Schatten suchen an heißen Tagen, sondern vielmehr Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen. Dies ist ein erster Schritt, reicht aber nicht auf Dauer als Schutzmaßnahme. Denn kein Sonnenschutz bietet hundertprozentigen Schutz. Im Gegenteil, wird Sonnenmilch zu ausgiebig angewandt, kann dies das Hautkrebsrisiko erhöhen.

Hinzu kommt, dass sich die Umweltbedingungen verändern und die derzeitige dünne Ozonschicht im April die gefährlichen Sonnenstrahlen durchlässt. Der beste und preiswerteste Schutz bietet daher der Schatten und zwar jener im Haus oder unter einem Baum. Denn auch wolkenbedeckte Himmel lassen UV-Strahlung durch und reflektieren sie zur Erde.