Publikum, Foto: sigg3.net_flickr

Lena Meyer-Landrut hat die Herzen vieler Deutschen mit Freude erfüllt. Groß war die Schmach, die wir lange Zeit ertragen mussten, als wir Jahr um Jahr die hinteren Ränge des Grand-Prix d’Eurovision belegen mussten. Und dann kam die grundsympathische, geerdete Niedersächsin daher und ersang sich mit Hilfe Stefan Raabs und ihrem kehligen Stimmchen den ersten Platz des Eurovision Song Contest. Damit setzte Lena so viel Euphorie frei, dass vielen jeglicher Sinn für irgendwelche Rationalität abhanden ging und sie nicht nur für den aktuellen Sieg, sondern auch für den potentiell folgenden frenetisch gefeiert wurde.

Klar, dass die Vorschusslorbeeren irgendwann aufgebraucht sind. Lena schafft es nicht Halle für Halle zu füllen. Man hat das Gefühl, alles was sie zu bieten hat, schon gesehen zu haben. Ihre quirlige etwas schnodderige Art, die zunächst als unprätentiös galt, fällt mittlerweile auf die Nerven.

Die “Show unser Song für Deutschland” schien der Anfang vom Ende zu sein, schließlich hagelte er harsche Kritik. Aber die CD landete auf Platz 1. Die Tour, die nur etwa zwei Wochen vor dem Eurovision Song Contest in Düsseldorf endet, ist für Lena eine Art Bewährungsprobe. SIe muss sich auch abseits des Wettbewerbs etablieren. Natürlich bleibt zu hoffen, dass sie wieder den Sieg mit nach Hause trägt. Aber wenn nicht, so hoffen wir, dass Lena nicht in der Versenkung verschwindet.